Kleintierpraxis & Petshop "Adlergarten"
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Notfalldienst

Arthrose

chronische Osteoarthritis

Die Arthrose ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke, die durch eine Schädigung und durch Abrieb des Gelenkknorpels entsteht. Ausgelöst werden Arthrosen durch:

-Erbliche Veranlagung, genetisch bedingte Gelenkserkrankungen
-Anatomische Fehlstellungen (Wachstumsstörungen)
-Zu energiereiche Ernährung (zu schnelle und zu grosse Gewichtszunahme während der Wachstumsphase, Übergewicht)
-Eine chronische Überbelastung der Gelenke.
- Alter

 

Anatomie des gesunden Gelenkes:

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Krankhafte Gelenksveränderungen bei Arthrose:

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Die Funktionsfähigkeit der Gelenke beruht auf dem Zusammenspiel zwischen Knochen, Knorpeln und Muskeln bzw. deren Sehnen. Gelenkknorpel und –flüssigkeit gewährleisten das geschmeidige Gleiten der am Gelenk beteiligten Knochen. Der Knorpel unterliegt dabei ständigen Umbauprozessen. Allerdings kann dieses empfindliche Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau von Knorpelgewebe durch verschiedene Faktoren gestört werden und Gelenkerkrankungen nach sich ziehen. So haben folgende Faktoren Einfluss auf die Knorpelregeneration:

- Größe des Hundes
- Überlastung der Gelenke u.a. durch Übergewicht
- Genetische-bedingte Gelenkerkrankungen
- Alter des Hundes

Besonders Riesenrassen sind häufig von Gelenkerkrankungen, wie Arthrosen, also chronisch degenerativen Gelenkerkrankungen betroffen (Abb. 2). 45% der an Arthrose erkrankten Hunde zählen zu den großen Hunden. Unter diesen nehmen die Riesenrassen eine dominierende Stellung ein (über 50%). Betroffene Hunde werden häufig infolge ausgeprägter Lahmheiten in der Kleintierpraxis vorgestellt. Zu den weiteren Symptomen der Erkrankung zählen: Schwierigkeiten der Tiere beim Aufstehen sowie Verdickung und Schmerzreaktion der betroffenen Gelenke. Der vermehrte Druck auf die Knorpelschicht bewirkt eine unzureichende Ernährung und schließlich das Absterben der Knorpelzellen. Hunde mit Arthrose haben zunächst einen leicht veränderten Gang und bewegen sich mit weniger Freude. Später im Verlauf der Erkrankung werden die eingeschränkte Beweglichkeit und die Lahmheiten deutlich sichtbar und der Hund hat Schmerzen. Oft kann ein Muskelschwund (Muskelatrophie) beobachtet werden. Arthrosen entstehen im Allgemeinen eher bei älteren Hunden, kommen aber auch (schon) bei jüngeren, frohwüchsigen Tieren vor.

Die am häufigsten betroffenen Gelenke sind:

- Hüftgelenke
- Ellbogengelenke
- Kniegelenke
- Zehengelenke
- Wirbelsäule

 

Diagnose

Bei der Diagnose von Arthrosen müssen die Rasse, das Gewicht, das Alter sowie die Lokalisation und Anzahl der betroffenen Gelenke berücksichtigt werden. Die Diagnose wird aufgrund der klinischen Befunde sowie mit Hilfe von Röntgenaufnahmen gestellt. Wichtig ist der Ausschluss von Arthritiden (Gelenksentzündungen) die z.B. durch Bakterien verursacht werden können. Dazu dienen entsprechend angefertigte Röntgenbilder oder in gewissen Fällen eine Punktion und Analyse der Gelenksflüssigkeit.

 

Therapie

Die „Behandlung“ kann eine Arthrose nicht heilen, sie kann aber das Fortschreiten der Erkrankung verhindern oder wenigstens verlangsamen. Das Ziel kann es nicht sein zu heilen, sondern die Lebensqualität der Tiere entscheidend zu verbessern. Eine Behandlung kann nur dann erfolgreich sein, wenn zusätzlich zur medizinischen Behandlung auch folgende Massnahmen getroffen werden:

- Bewegungsprogramm
- Übergewicht abbauen
- Fütterungsumstellung

 

Medizinische Therapie

Medikamente:

Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente (Nichtsteroidale Entzündungshemmer, Schmerzmittel (NSAIDS).

- Metacam®
- Zubrin®
- Rimadyl®
- Tolfédine®

Kortison wird meistens erst angewendet, wenn die oben aufgeführten Medikamente nicht oder ungenügend wirken.

 

Ergänzungsfuttermittel (Chondroprotektiva):

Sie stabilisieren und regenerieren teilweise Knorpel- und Bindegewebsstrukturen.

- Canosan® (Extrakt aus Meertieren wie Krebse, Weichtiere)
- Cosequin®
- Dogosan®
- Caniviton®
- etc…