Kleintierpraxis & Petshop "Adlergarten"
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Notfalldienst

Borreliose

Allgemeines

Die Borreliose des Hundes ist eine multisystemische Erkrankung hervorgerufen durch Bakterien. Es sind Spirochäten der Gruppe Borrelia burgdorferi. Die Bakterien werden von Zecken der Gruppe Ixodes übertragen.

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Krankheitsverlauf

Die Borrelien befinden sich im mittleren Darmabschnitt der Zecke und wandern innerhalb 24 h nach der ersten Blutmahlzeit in die Speicheldrüsen. Die Blutmahlzeit ist ein Stimulus zur Vermehrung der Borrelien in der Zecke. Wird die Haut des Hundes durch einen Zeckenbiss mit Borrelien infiziert, können sie sich dort nochmals vermehren und durchwandern anschliessend das umliegende Gewebe. Ueber den Blutweg infizieren sie später oft das nächstgelegene Gelenk.

Die Auseinandersetzung des Immunsystems mit den Borrelien führt zu chronischen bis akuten Entzündungsreaktionen, die in Körperhöhlen, Gelenken, der Muskulatur (auch Herz) und ev. auch im Nervensystem auftreten können. Je nach Interaktion mit dem Wirt verläuft die Krankheit deshalb oft in Schüben. Es gibt auch Hunde, die keine klinischen Zeichen einer Erkrankung bzw. einer Infektion zeigen. Die Ursache dabei ist unklar.

 

Krankheitssymptome

Beim Menschen sind unterschiedliche Krankheitsbilder bekannt:

- Die Hautform mit der Erythema migrans (EM) einer Hautrötung
- Die Gelenkform mit der Arthritis
- Die Herz- Muskulaturform mit der Perikarditis , Myositis
- Die Neuroborreliose mit Nerven- und ev. Hirnhautentzündungen.

Beim Hund steht vorwiegend die akute und subakute Arthritis im Vordergrund (Gelenkform). Experimentell infizierte Hunde zeigen innerhalb 2-5 Monaten eine schmerzhafte Arthritis mit rezidivierender, wechselnder Lahmheit, die Tage bis Wochen dauern kann. In einigen Fällen wurden Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen und neurologische Symptome wie Anfälle, Aggressionen und Verhaltensstörungen beschrieben.