Kleintierpraxis & Petshop "Adlergarten"
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Notfalldienst

Impfen

Impfen ja oder nein?

Muss ich mein Tier wirklich impfen lassen fragen sich viele Hundebesitzer. Experten sagen eindeutig ja. Denn nur eine Impfung bietet sicheren Schutz vor gefährlichen Krankheiten.

Eine gesunde ausgewogene Ernährung und viel Bewegung halten den Hund fit und sorgen für starke Abwehrkräfte. So können kleinere Infektionen dem Vierbeiner nicht viel anhaben. Doch vor einigen Krankheitserregern, wie beispielsweise bei Parvovirose, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten oder Staupe kapituliert auch das stärkste Immunsystem. Hier kann nur eine Impfung sicheren Schutz bieten.

 

Wie funktioniert eine Impfung?

Bei einer Impfung bekommt der Vierbeiner die Erreger einer Krankheit in abgeschwächter, leicht veränderter oder abgetöteter Form gespritzt. Dadurch wird sein Organismus angeregt, Antikörper gegen diese Fremdlinge im Körper zu bilden. Kommt es später dann zu einer Infektion mit den original Krankheitserregern, ist der Organismus gerüstet .Sofort werden reichlich Antikörper aktiviert, die Erreger werden abgetötet bevor die Krankheit ausbrechen kann!

Je nach Impfung und Rasse kann es zu leichten Impfreaktionen kommen. Daher sollte der Hund vor einer Impfung gründlich untersucht werden.

Am besten sollte die Impfung nur vorgenommen werden, wenn der Hund ganz gesund ist.

Trächtige Hündinnen sollten generell nicht geimpft werden, da die Impfstoffe die ungeborenen Welpen schädigen können.

Auch bei säugenden Hündinnen möglichst auf Impfungen verzichten. Die abgeschwächten Krankheitserreger gelangen sonst über die Muttermilch in den Organismus der Welpen und deren Abwehrkräfte sind noch zu schwach, um selbst mit der abgeschwächten Form der Erreger fertig zu werden.

Die jährliche Auffrischung nicht vergessen! Für sicheren Schutz von Anfang an, sollten die Welpen so früh wie möglich geimpft werden.

In der Regel werden die kleinen Vierbeiner daher mit acht Wochen zum ersten Male geimpft und zwar gegen Staupe, ansteckende Leberentzündung, Leptospirose ,Paravirose und Zwingerhusten
Für den vollen Schutz muss die Impfung jedoch nach drei bis fünf Wochen wiederholt werden. Danach ist der Hund sicher geschützt, er hat die sogenannte Grundimmunisierung erhalten.

In sehr zeckenreichen Gebieten kann zudem eine Impfung gegen Borreliose sinnvoll sein. Beide Impfungen werden in der Regel nach der zwölften Woche durchgeführt und vier Wochen später wiederholt, um einen sicheren Schutz zu gewährleisten.

Alle Impfungen sowie auch andere Daten ihres Hundes werden in den Impfpass des Vierbeiners eingetragen.

Denken sie immer daran, dass die Impfungen jedes Jahr aufgefrischt werden müssen. Nur dann ist ein sicher Schutz für ihren Vierbeiner gewährleistet.

Besonders wenn sie mit ihrem Hund ins Ausland verreisen oder zu einer Zuchtschau gehen, ist der Nachweis, dass ihr Hund geimpft ist wichtig. Besuchen sie regelmäßig die Hundeschule, ist es ebenfalls Pflicht, den Impfpass vorzulegen.

 

Impfplan für Hunde

- Mit 8-10 Wochen: Kombinationsimpfung SHLPZ (Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvokomponente lebend, Zwingerhusten)
- mit 12-14 Wochen: Kombinationsimpfung SHLPZ
- mit 20 Wochen: Tollwutimpfung (nicht obligatorisch; bei Jungtieren empfohlen.)
- mit 12 Monaten: Kombinationsimpfung SHLPZ + ev. Tollwut wiederholenjährlich: Kombinationsimpfung

 

Grundimmunisierung

Jungtiere werden in der Regel zwischen der 7. und der 10. Lebenswoche das erste Mal geimpft.
Damit ihr Organismus einen zuverlässigen Schutz gegen diese genannten Krankheiten aufbauen kann, ist eine Wiederholung dieser ersten Impfung drei bis fünf Wochen später notwendig (Grundimmunisierung). Danach ist es ratsam, diese Impfungen in jährlichen Abständen wiederholen zu lassen, damit der Impfschutz erhalten bleibt. Mit Ausnahme der Tollwut, kann gegen alle oben erwähnten Krankheiten mit einer kombinierten Impfdosis geimpft werden.

 

Staupe

Die Staupe ist eine Virusinfektion, die meist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder Kleidung erfolgt. Die Tiere bekommen hohes Fieber, Augen- und Nasenausfluss und fressen oft nichts mehr.

Man unterscheidet drei Verlaufsformen, die ineinander übergehen können:

- Die intestinale Form (Darmform) äussert sich mit starkem Durchfall und Erbrechen.
- Die respiratorische Form (Lungenform) äussert sich mit starkem Husten, Nasenausfluss und einer Lungenentzündung.
- Die neurale Form (Nervenform) äussert sich mit Krämpfen, Lähmungen und Bewusstseinsstörungen. Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen tödlich. Jene Tiere, die eine Staupe überlebt haben, behalten oft lebenslange Schäden.

 

Ansteckende Leberentzündung

Die ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contgiosa canis) wird auf gleichem Wege wie die Staupe übertragen. Auch die Krankheitssymptome gleichen denen der Staupe. Die Tiere haben hohes Fieber, verweigern die Nahrungsaufnahme und leiden an starken Bauchschmerzen (Leberentzündung). Viele Hunde, besonders Welpen, sterben in dieser Phase. Bei älteren Hunden kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu Erbrechen, Durchfall, Mandel-, Rachen- und Bindehautentzündungen kommen. Auch sind schon nervöse Störungen in diesem Zusammenhang beobachtet worden.

Hunde, die diese Krankheit überlebt haben, behalten häufig Trübungen der Augenhornhaut zurück, die zur Erblindung führen können.

 

Leptospirose

Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die Leptospirose. Die Erreger dieser Krankheit gehören zu den Bakterien. Verschiedene Leptospirenarten sind nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen gefährlich. Hunde, Ratten und weitere Tiere gelten als Ansteckungsquellen. Weiter kommen die Bakterien in Teichen, Tümpeln und Sümpfen vor. Die Krankheit beginnt oft mit Müdigkeit, schwankendem Gang und Bewegungsunlust. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Leber- und Nierenschäden.

 

Parvovirose

Das Parvovirus ist ein extrem widerstandsfähiges Virus, das Monate bis Jahre in der Aussenwelt überleben kann. Die Erkrankung wird einerseits durch direkten Kontakt von Tier zu Tier und anderseits über den Menschen und über Gegenstände auf den Hund übertragen. Sie kann rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen (Herzform). Öfters tritt heute jedoch die intestinale Form (Darmform) auf, die sich mit Fieber, starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig/schleimig oder blutig sein kann, äussert. Die Tiere fressen nicht, magern ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schliesslich zum Tode führt.

 

Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, das heisst dass mehrere ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen:

Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das Parainfluenza-Virus. Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug. Ferner wird der Zwingerhusten durch eine intensive Hundehaltung (hohe Besatzdichte, starker Tierumsatz) begünstigt. Die geschwächten oder gestressten Hunde stecken sich gegenseitig durch Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind gefährdet, zum Beispiel beim täglichen Spaziergang oder auf Ausstellungen.

Die Erkrankung fängt meist mit klarem Nasen- oder Augenausfluss und quälendem, trockenen Husten an. Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand bis hin zur Lungenentzündung. Der Zwingerhusten ist selten tödlich, doch kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung mehrere Wochen hinziehen.

 

Tollwut

Die Tollwut ist für alle Säugetiere - ebenso für den Menschen - lebensgefährlich!

Das Tollwutvirus wird auf Haustiere vorwiegend durch Biss infizierter Wildtiere, zum Beispiel Füchse, übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderung und Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Schwäche, Gleichgewichts- und Gangstörungen (Ataxien) sowie Nervenentzündungen, Lähmungen und Krämpfe führen schliesslich zum schmerzhaften und qualvollen Erstickungstod!

Die Schweiz gilt heute als tollwutfrei. Die Impfung wird nur noch für den Grenzübertritt der Haustiere notwendig und muss mindestens 30 Tage vor Reisebeginn stattgefunden haben.

 

Schutzimpfung - Warum?

Mit der Anschaffung einer Katze haben Sie Verantwortung für Ihr Tier übernommen. Schon wenige Wochen nach der Geburt ist Ihr neuer Schützling den Gefahren von viralen Infektionskrankheiten meist schutzlos ausgesetzt. Eine rechtzeitige Impfung schützt Ihr Tier davor, denn heute gibt es gute Impfstoffe gegen:

- Katzenleukose
- Katzenschnupfen
- Katzenseuche
- Tollwut
- FIP

Leider ist noch kein Impfstoff vorhanden gegen:

- FIV

 

Katzenleukose

Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache der Katze. Ihr Erreger ist ein Virus, das mit dem Immunschwäche-Virus der Katze (FIV) und des Menschen (HIV) verwandt ist. Das Leukose-Virus befällt jedoch nur Katzen. Es wird leicht übertragen:

- durch den direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder noch "gesunden" Virusträgern
- über den Fressnapf, die Katzentoilette, usw.
- im Mutterleib oder über die Milch erkrankter Muttertiere auf ihre Jungen

Das Krankheitsbild der Katzenleukose äusserst sich unterschiedlich und wird grob in zwei Gruppen zusammengefasst:

1. Erkrankungen durch Schwächung des Abwehrsystems (Leukämie)
2. Krebs-Erkrankungen (tumoröse Form)

Als Folge der Abwehrschwäche ist die Katze für harmlose Erreger (Bakterien/Viren) sehr anfällig. Die daraus entstehenden weiteren Infektionen können leicht auf mehrere Organen übergreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln. Mit einem Bluttest kann das Leukose-Virus nachgewiesen werden. Nur virusfreie Tiere dürfen geimpft werden.

Für Katzen, die freien Auslauf haben oder Kontakt mit anderen Katzen haben, die nach draussen gehen, empfehlen wir diese Impfung!

 

Katzenschnupfen

Der Katzenschnupfen ist eine häufige Erkrankung bei jungen Katzen oder Katzenwelpen. Auch ältere Tiere können daran erkranken. Die Katze steckt sich bei kranken Tieren an oder an einem gesund aussehenden Tier, das die Erkrankung überlebt hat und stets Viren ausscheidet. Dieses Virus ist auch über die Luft übertragbar (Tröpfcheninfektion).

Meistens beginnt die Krankheit mit Niesen, gefolgt von verklebten Augen und verstopfter oder tropfender Nase. Hinzu kommen Fieber, Appetitlosigkeit und Niedergeschlagenheit. Wenn die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann es zu grösseren Komplikationen bis hin zur Lungenentzündung kommen.

Auch bei sogenannten "Stubentigern" lohnt es sich vorsorglich zu impfen (kombinierte Impfung mit Katzenseuche).

 

Katzenseuche

Der Erreger der Katzenseuche ist ein Virus, das in der Aussenwelt extrem widerstandsfähig ist und Jahre überleben kann.

Die Katzenseuche wird darum auch ohne direkten Kontakt zu erkrankten Tieren übertragen. Sie kann durch Gegenstände, zum Beispiel Schuhe oder Kleider, eingeschleppt werden.

Die ersten Symptome sind Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und allgemeine Unlust. Zu dieser Zeit haben die Katzen meist sehr hohes Fieber. Kurz darauf erbrechen die Tiere massiv und häufig. Überleben sie dieses Stadium, tritt ein starker Durchfall auf. Erbrechen und Durchfall führen zu einem starken Flüssigkeitsverlust, der neben weiteren Leiden zu Schock und letztlich zum Tod des Tieres führt.

Die Behandlung der Krankheit kann intensiv sein und ist nicht immer erfolgreich!

Auch für Wohnungskatzen ist diese Impfung sinnvoll (kombinierte Impfung mit Katzenschnupfen).

 

FIP-Infektion

Bild

 

Erkrankte Katze

Die Feline Infektiöse Peritonitis FIP ist eine ansteckende Virusinfektion, die bei Katzen zu einer Bauchfellentzündung führt. Sie ist eine tödlich verlaufende, unheilbare Erkrankung.

Die Übertragung kann durch direkten Kontakt oder über Gegenstände erfolgen. Meistens treten primär Appetitlosigkeit, Fieber und Bewegungsunlust (Apathie) auf. Nach einiger Zeit kann sich Flüssigkeit in der Bauch- und Brusthöhle respektive im Herzbeutel ansammeln ("feuchte Form"). Sie kann auch knöchrige Veränderungen an inneren Organen hervorrufen ("trockene Form").

Diese Krankheit tritt häufig in Zuchten auf (Exposition), kann jedoch auch jede andere freilaufende Hauskatze befallen. Die Impfung wird vorwiegend bei Ausstellungskatzen gemacht. Für jede andere Hauskatze ist diese Impfung dann angezeigt, wenn solche Infektionen in Ihrem Wohnort vorkommen.

 

FIV-Infektion

Das Feline Immunschwäche-Virus FIV ist dem HIV des Menschen sehr ähnlich. Eine Übertragung des Katzenvirus auf den Menschen ist jedoch ausgeschlossen.

Das Virus wird durch Bissverletzungen bei Kämpfen oder beim Paarungsakt übertragen. Die FIV-Infektion führt ähnlich der Katzenleukose zu einer Schwächung des Abwehrsystems, in deren Folge es zu folgenden Krankheitssymptomen kommen kann: Allgemeine Unlust, Infektanfälligkeit wie Zahnfleisch- und Rachenentzündungen, Lungenentzündungen, Durchfall, schlecht heilende Hautwunden, Fieber...

Die Infektion ist immer tödlich. Besonders gefährdet sind nicht kastrierte Kater mit freiem Auslauf, respektive die von ihnen gedeckten Kätzinnen. Mit einem Bluttest können beim erwachsenen Tier (ab dem 4. Lebensjahr) Antikörper und damit die Infektion nachgewiesen werden.

Zur Zeit gibt es in der Schweiz noch keinen Impfstoff!